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 Volker Frechen




Kunstweise



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    Der Lauf der Kunst

    Den Beginn meines künstlerischen Schaffens datiere ich auf 1985. Da war ich elf. Deswegen ernte ich mitunter zweifelnde Blicke.

    Doch entscheidend ist für mich nicht die Frage, ob Kinder schon Kunst können? Oder die Qualität der Bilder.

    Entscheidend ist für mich das Bewusstsein, mit dem die Bilder, anfangs Malerei und Zeichnung, ab dieser Zeit entstanden sind. Und die seitdem bestehende Kontinuität.

    Seit 1985 sind über 1.000 Bilder entstanden, die ich in rund 40 Ausstellungen gezeigt habe.

    Werde ich heute gefragt, was ich für Kunst mache, sage ich oft lapidar: Alles außer Malen.

    Tatsächlich bilden Collagen (und deren Erweiterung im Raum) seit den 1990er den Schwerpunkt meines Schaffens.

    Doch manchmal zeichne und male ich auch heute noch. Immer häufiger kommt es vor, dass sich die Techniken mischen.

    Einen Einblick in meine erste "malerische Schaffensperiode" von 1985 bis 1991 bieten die Wochenfotos von KW 25 bis KW 35/2014.

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    Collagen & Assemblagen

    Anfang der 1990er Jahre fasste ich einen folgenschweren Entschluss:

    Lieber Kunst aus Müll schaffen, als durch Kunst neuen Müll.

    Das war der Beginn meiner Objekte, Collagen und Assemblagen. Die Idee der Collage wurde schließlich zu meinem Lebensmotto. Meine erste Ausstellung nannte ich 1999 daher:

    Das Leben ist eine Collage.

    Aus vielen Einzelheiten entsteht ein neues Ganzes, ein Bild, eine Welt, ein Leben.

    Alles ist mehr als die Summe seiner Teile, und alles ist mehr als nur Bestandteil.

    Überwiegend verwende ich Schnipsel aus Zeitungen, aber auch Fundstücke anderer Art.

    Insofern hat der Recyclinggedanke nach wie vor Bestand, wenn auch nicht mehr in strikter Ausschließlichkeit.

    Ich arbeite oft in Serie. Vielleicht, weil ich früher viel Musik gemacht habe. So entsteht jedes Jahr eine Art Album aus Collagen.

    Daneben arbeite ich an Einzelbildern, die meist konzeptueller und großformatiger angelegt sind.

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    Fotografien

    Ich bin kein Fotograf. Ich würde mich nicht einmal als Fotokünstler bezeichnen.

    Und doch nimmt die Fotografie einen wichtigen Stellenwert ein.

    Nicht, weil ich seit meinem achten Lebensjahr fotografiere.

    Nicht, weil in manchen Phasen mein Schwerpunkt auf der Fotografie lag.

    Nicht, weil ich mit Fotoarbeiten mehr Geld verdient habe als mit dem Verkauf von Collagen.

    Sondern einfach deshalb, weil die Fotografie für mich ein magisches Medium bleibt.

    Sie kann die Flüchtigkeit des Moments festhalten. Sie kann verdeutlichen und verzerren zugleich. Sie kann Übersehenes sichtbar machen.

    Sie ist ein Ausschnitt, ein Standbild nur, das eben soviel zeigt, dass noch genügend Rätsel bleiben.

    Deshalb fotografiere ich. Und sehe mich dabei eher als Entdecker, Sammler und Chronist.

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    Installationen

    Die Collage wird meist als zweidimensionales Bildnis verstanden.

    Finden dreidimensionale Objekte Verwendung, wird sie zur sogenannten Assemblage.

    In diesem Sinne verstehe ich die Installation als Erweiterung der Collage im und um Raum.

    Die meisten meiner bisherigen Installationen fallen in die "Pappart" und "Die Konservierung der Zeit". Für eine weitere Erläuterung hilft ein Klick.

    Ich würde gern häufiger installativ arbeiten. An Ideen mangelt es nicht. Das Problem ist: Sie sind intensiv, material-, lager- und arbeitsintensiv.

    Und sie brauchen eine Bühne, also einen Ausstellungsort, der ihnen genügend Raum lässt.

    Da ich derzeit eine Pause mache, nicht von der Kunst, sondern nur vom Ausstellungsbetrieb, werde ich auf absehbare Zeit keine weiteren Installationen realisieren.

    Sie bleiben aber weiterhin Bestandteil meines Schaffens, wenn auch momentan nur in meinem Geiste - und in der Retrospektive.

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    Wochenfotos

    "Jetzt schreibt er auch noch", könnte man meinen. Denn seit 2011 betreibe ich unter dem Titel "Wochenfoto" einen Blog mit wöchentlichen Beiträgen.

    Doch schreibe ich bereits seit 1989 eigene Texte. Und tatsächlich verdiene ich mit dem Schreiben meinen Lebensunterhalt. Zumindest zum Teil. Aber selbstverständlich nicht mit meinem Blog.

    Dieser Blog, das Wochenfoto ist immer eine Kombination aus Text und Bild, die miteinander korrespondieren, mal stimmig, mal schief, mal konkret, mal assoziativ.

    Bei der Themenwahl folge ich keinem größeren Plan und keiner inneren Logik. Meist sinniere ich über Kunst und die Welt.

    Oft nehme ich ein Ereignis oder eine Person zum Anlass, historisch oder aktuell, politisch oder kulturell.

    Das Bild kann ein Foto, eine Collage oder eine Grafik sein.

    Der Text ist manchmal Kommentar oder Kolumne, manchmal Anekdote oder Geschichte, manchmal Gedicht oder Wortspielerei.

    Kurz:
    Diese Wort-Bild-Collagen sind Spielwiese, Laboratorium, Ventil, Spiegel, Ritual, Ideensammlung, Ausstellungsfläche und manches mehr (und manchmal auch weniger).

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    Künstlergruppe MIKADO

    Seit 2003 bin ich Teil von MIKADO. Ursprünglich wurde die Gruppe 2003 von Greta Flohe als Netzwerkrunde im Bonner Künstlerforum gegründet.

    Seit 2005 konzentriert sich MIKADO auf gemeinsame Ausstellungen und besteht derzeit aus

    Waltraud Caspari-Philips, Uwe Castens, Volker Frechen, Ingrid Grießer, Peter Philips, Jutta Pintaske und Klaus Weinbrenner.

    Verbindendes Element ist weder ein gemeinsamer Stil, noch eine gemeinsame Technik.

    Malerei, Zeichnung, Fotografie, Performance, Installation, Objekte, Collagen und Drucke sind die verschiedenen Ausdrucksformen.

    Verbindendes Element ist stattdessen der künstlerische Anspruch und der kreative Ansporn.

    Gemeinsam ist allen MIKADOs außerdem die Offenheit gegenüber anderen Ausdrucksformen.

    Seit 2005 gab es sechs gemeinsame Ausstellungen. Erkennungsmerkmal der Gruppe: gestaltete Mikadostäbe (Dachlatten).

    Weitere Infos: www.kunst-mikado.de

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