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 Volker Frechen




Wochenfotos 2019



  • Filterfrei
  • KW 12: Fernbescheuert

    In den kommenden Wochen wird das EU-Parlament endgültig über eine neue Richtlinie zum Urheberrecht abstimmen (die sog. „EU-Urheberrechtsreform“).

    Die von der EU-Kommission vorgeschlagene „Reform“ soll das Urheberrecht ans Internet-Zeitalter anpassen. Dies sollte eigentlich bereits 2012 mit dem „Acta-Abkommen“ erreicht werden. Wohl auch wegen massiver Proteste – europaweit gingen rund 200.000 Menschen auf die Straße, wurde „Acta“ ad acta gelegt. Auch diesmal hat sich ein breiter Protest formiert. Am kommenden Samstag wird europaweit demonstriert. Auf der Plattform netzpolitik.org sind für den 23. März 2019 knapp sechzig Demos in dreizehn Ländern gelistet (Stand: 17.03.19).

    Umstritten an der Neuauflage ist besonders Artikel 13. Er sieht vor, dass Plattformen wie YouTube dafür haftbar gemacht werden sollen, wenn ihre User*innen gegen das Urheberrecht verstoßen. Damit bleiben den Betreiber*innen grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder die Rechte klären und einholen. Oder urheberrechtlich geschütztes Material blockieren. Die erste Option scheidet aus. Das wäre zu aufwändig und unrentabel. Bei der zweiten Option ist davon auszugehen, dass Upload-Filter zum Einsatz kommen, also Programme, die bereits beim Hochladen prüfen, ob Bilder, Videos oder Musik urheberrechtlich geschützt sind (bzw. sein könnten) und in diesem Fall den Upload verhindern.

    Dies wird zwangsläufig zu einem sogenannten „Overblocking“ führen: Es werden mehr Inhalte blockiert als erforderlich. Ausnahmen wie Satire, Zitate, Kunst werden nicht zuverlässig erkannt werden können und damit nicht zugelassen werden. Kritiker*innen fürchten daher, dass Upload-Filter das Recht auf Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit erheblich einschränken werden. Manche fürchten gar, dass damit die „Infrastruktur für Zensur“ geschaffen werde.

    Bedroht fühlen sich auch die vielen Internet-Foren. Artikel 13 würde ihnen „massive Haftungsrisiken mit unabsehbaren juristischen und finanziellen Konsequenzen“ aufbürden. Über 4oo deutschsprachige Foren haben sich dem Protest auf der Website foren-gegen-uploadfilter.eu angeschlossen. In ungewohnter Einigkeit stellen sich die Foren von A wie „Abnehmen.com“ bis Z wie „Zierfisch Forum“ gegen die neue Richtlinie. Zusammengenommen haben die 417 Foren sage und schreibe 18.737.270 Mitglieder (Stand: 17.03.19).

    Auch ich fürchte Einschränkungen. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich als Collagist vorgefundenes Material verwende. Ich berufe mich dabei auf die Kunstfreiheit (und stelle jede*rmensch frei, meine Werke im Sinne der Collage auf künstlerische Weise weiterzuverarbeiten). Durchaus denkbar, dass ein Upload meiner Collagen in Zukunft nicht mehr möglich sein wird. Muss ich meine Kunst dann im Darknet zeigen?

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  • Mach dir'n Kopf
  • KW 11: Klassenkampf gegen Klimakiller

    Meinen ersten und einzigen Klassenbucheintrag bekam ich in der sechsten Klasse. Weil ich dem Unterricht fernblieb, um zu demonstrieren.

    Ich war einem Aufruf der Schüler*innenvertretung gefolgt. Sie wollte ein Zeichen setzen. Gegen die geplante Zwangsversetzung von Lehrer*innen. Mit einem schulweiten Streik für die Dauer einer Stunde.

    1987 wurde an vielen Schulen NRWs demonstriert. Oft kam es dabei zum seltenen Schulterschluss von Schüler*innen, Eltern und Lehrkräften.

    Mein Mathelehrer jedoch beharrte auf der Schulpflicht. Damit spaltete er unsere Klasse: Die eine Hälfte folgte ihm in den Unterricht, die andere weigerte sich – und wurde für ihren (zivilen) Ungehorsam per Eintrag ins Klassenbuch bestraft.

    Mein Rechtsempfinden erlitt einen gehörigen Knacks. Schließlich hatten wir den Unterricht ja nicht (allein) aus Lust und Laune geschwänzt, sondern für eine gute Sache demonstriert.

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    Daran muss ich denken, wenn gegenwärtig hinsichtlich der Aktion #FridaysForFuture von Seiten der Politik zur Schulpflicht gemahnt wird. Seit Wochen streiken Schüler*innen in mehreren Ländern freitags für mehr Klimaschutz. Laut Spiegel Online sind für kommenden Freitag, den 15. März 2019, mehr als 860 Proteste in 75 Ländern geplant.

    Den Protest ins Rollen gebracht hat die Schwedin Greta Thunberg (*2003). Bereits seit August 2018 demonstriert die 16-Jährige unter besagtem Motto #FridaysForFuture – und ruft alle Schüler*innen weltweit dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen. „Warum für eine Zukunft lernen, die es vielleicht gar nicht mehr gibt?“, fragt sie unter anderem auf der Homepage zur Bewegung gewordenen Aktion. Die engagierte Schülerin wurde soeben von den beiden größten schwedischen Boulevardblättern „Aftonbladet“ und „Expressen“ zur wichtigsten Frau des Jahres gekürt.

    Auch Kanzlerin Merkel zollte in ihrem Video-Podcast jüngst dem Engagement der Schüler*innen Respekt – und wurde dafür parteiintern vehement kritisiert. Sie hatte versäumt, ihr Lob mit einer Schelte zu verbinden. Engagement sei ja schön und gut, aber das solle gefälligst in der Freizeit erfolgen.

    Dass in Deutschland – meinem bescheidenen Eindruck nach – mehr über die Schulpflicht als über den Klimaschutz diskutiert wird, spricht Bände. Der Ernst der Lage wird noch immer von zu vielen geleugnet. Da möchte mensch doch jene mahnenden Volksvertreter*innen ihrerseits an ihre Pflicht erinnern. Vielleicht braucht es dafür einen freitäglichen Generalstreik. Oder eine strafweise Kürzung ihrer Diäten.

    Es kann zumindest niemand mehr behaupten, er/sie hätte von nichts gewusst. Bereits 1975 wurde die Gefahr des Klimawandels einer größeren Öffentlichkeit vor Augen geführt. Der US-amerikanische Geowissenschaftler Wallace Broecker (1931-2019) fragte (mehr oder weniger rhetorisch) im Wissenschaftsjournal „Science“ (No. 4201 vom 8. August 1975): „Klimatischer Wandel: Stehen wir am Beginn einer ausgeprägten globalen Erwärmung?“

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    Mein damaliger (1987) Sportlehrer hatte die Zeichen der Zeit bereits erkannt. „Wir haben unseren Eltern vorgeworfen“, sagte er, ,,dass sie nichts gegen die Nazis unternommen haben; unsere Kinder werden uns vorwerfen, dass wir nichts gegen den Klimawandel unternommen haben.“ Jetzt also bekommt ihr die Quittung.

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    Postskriptum: Wallace Broecker starb vor kurzem, am 18. Februar mit 87 Jahren in New York City.

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  • Selvfie
  • KW 10: Kunstkernspucken (3/3)

    willkommen
    in collagen.
    ab sofort:
    ausschnitt
    und einblick,
    mittschnitt
    im netzklick.
    www.
    lebenincollagen.
    de

    2000 (Flyer zum Launch
    der 1. Homepage)

    Das Leben ist eine Collage.

    1999 (Titel der 1. Ausstellung)

    anstatt durch kunst
    neuen müll zu schaffen,
    sollte man aus müll
    neue kunst schaffen!
    22.5.94


    Alle Gegensätze sind fließend. Nichts ist isoliert zu betrachten. Kontraste sind nur vorläufige Ergebnisse von Übergängen.
    12.10.93

    Musik ist die Umsetzung einer Idee in Schall, wobei jegliches Geräuch das Produkt einer Idee ist. Nichts ist wirklich ideenlos, nur ein bisschen chaotisch.
    18.10.92

    Allein die Imagination ist allmächtig, unsere Phantasie ermöglicht uns, Traumwelten zu erschaffen, macht uns zu Göttern, zu Herrschern über Leben + Tod, Metaphysik der Gedankenwelt. Einbildungskraft + -macht.
    12.1.92

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  • Knallart
  • KW 9: Kunstkernspucken (2/3)

    ich mache keine kunst
    die kunst macht mich

    13.12.18

    Der eigene Stil
    ist die Kopie
    seiner selbst.

    31.3.17

    Kunst ist,
    wenn man's
    trotzdem macht.

    25.4.14

    ich lebe um zu kleben;
    doch klebe ich am leben?
    ich klebe um zu leben (...)

    2014

    Alles ist mehr
    als die Summe seiner Teile
    und alles ist mehr
    als nur Bestandteil.

    2005

    das wort detailgetreu
    impliziert objektive details, die von jeder person gleich abgebildet werden / können / sollen. doch details werden konstruiert und individuell ausgemalt. der mensch als künstler, als schaffer und bauer, DAS LEBEN IST EIN KUNSTWERK!

    11.12.00

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  • Am Anfang war der Kreis
  • KW 8: Kunstkernspucken (1/3)

    In den 34 Jahren meines Kunstschaffens hat sich nicht nur mein Schaffen selbst, sondern auch das Verständnis meiner selbst und das von meiner und der Kunst an sich gewandelt. Selbstverständlich und glücklicherweise.

    Nachdem ich in der letzten Woche bereits ein 19 Jahre altes Bekenntnis meines Kunst-Unverstandes zum Besten gegeben habe, greife ich diese, nächste und übernächste Woche noch tiefer in die Mottenkiste verschriftlichter Selbstreflektion. Heute schenke ich meinem 19 Jahre alten Selbst Gehör.

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    Die Natur ist der Künstler
    und schafft sich
    selbst als Kunstwerk.

    Nichts anderes
    kann sich wirklich
    als Kunst bezeichnen.

    Unterschieden werden
    muss allerdings zwischen
    künstlich und kunstvoll.

    Wahre Kunst geht nur
    aus der Natur hervor
    (= natürlich kunstvoll).


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    Bild und Text:
    VF, Kanada, 1993

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  • Neon Rainbow
  • KW 7: ’O sole millennio

    Um Strom zu sparen, deaktiviere ich des Öfteren meinen Router. Wenn er mehrere Tage vom Netz ist, verliert mein Telefon die Orientierung und springt zurück ins Jahr 2000 (vermutlich das Produktionsjahr). Springe ich heute ebenfalls zurück, für einen kleinen Moment nur:

    2000 meinte es gut mit mir. Ich wohnte in wohliger Gesellschaft in der Rosenstraße, Trier, arbeitete eifrig an meiner Diplomarbeit (Metaphern des Denkens) und bastelte begeistert an meiner ersten Homepage (Leben in Collagen). Viele neue Collagen und Ideen wurden geboren; aus künstlerischer Sicht ein bahnbrechendes Jahr. Und ich, ich wurde 27 – und lebte heiter weiter.

    Über das Leben und die Kunst schrieb ich damals, am 24.9.00:

    jeder augenblick
    ist ein kunstwerk
    jeder augenblick
         zeitschnitt
         ausschnitt
         abschnitt
         mitschnitt
    der momentaufnahme
    des sogenannten lebens
    des gesamten kunstwerks

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  • Blutgelb
  • KW 6: Algoritis

    Oh, je, die mich definierenden Algorithmen sind kaputt: amazon empfiehlt mir die Tage „Damen-Ballettschläppchen“, ebay legt mir „rote, pinke, nude-farbene Lippenstifte“ ans Herz.

    Was hab’ ich nur wieder getan, wo hab’ ich mich rumgetrieben, dass Big Daddy Data derart daneben liegt?

    Zugegeben: Wenn ich meinen Browserverlauf analysieren müsste, würde ich mich ebenfalls schwertun, mir einen Reim auf diese Person zu machen.

    So bringt mein Job als Webredakteur für einen „Global Player“ mit sich, dass ich Woche für Woche um die ganze Internet-Welt reise. Dabei lande ich mitunter auf manch abstruser Seite. Oft genug jedenfalls auf Seiten, die im jeweiligen Land kritisch beäugt werden.

    Und wen und was ich nicht alles google. Für diesen Blog zum Beispiel. Oder aus purer Lust und Laune. Und was für Fragen mein Sohn an Alexa hat. Ob sie Kinder hat zum Beispiel (Antwort 1: „Ich habe keine Kinder, aber viele Freunde.“, Antwort 2: „Muttersein ist etwas, das eine künstliche Intelligenz leider nicht kann.“).

    Kein Wunder, dass die Cookies, die mich tracken, und die Algorithmen, die mich hacken, zuweilen durcheinandergeraten.

    Doch wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass die von Big Daddy Data über verschiedene Personen gespeicherten Daten versehentlich vermischt werden? Und was für Konsequenzen könnte das haben?

    Wenn’s bei einer Empfehlung für Ballettschläppchen bleibt, darüber kann ich schmunzelnd hinwegsehen, aber was, wenn auf einmal das BKA vor der Tür steht?

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  • Blutmond 2019
  • KW 5: Morgenkund

    Es ist einer der wenigen Vorzüge, wenn der Wecker werktags sowieso schon um 5:15 Uhr klingelt:

    Mensch braucht sich nicht extra aus den Federn quälen, um dem astronomischen Spektakel der totalen Mondfinsternis, auch Blutmond genannt, beizuwohnen. Mensch wankt einfach zum Fenster, lichtet die Jalousie und schauet.

    So geschehen in den frühen Morgenstunden des 21. Januars 2019.

    Dabei ist es mir gelungen – und das verkünde ich nicht ganz ohne dem der Sache gebührenden Glanz, dieses extraterrestrische Phänomen mit jenem imposanten Lichtbild einzufangen, das heute das Wochenfoto ziert.

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    Postskriptum:
    Lasst euch nicht blenden!

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  • Mal eben durchatmen
  • KW 4: Ode an Dich   (6/6)

    Das Kleingedruckte ist präsent
    Die Headline marginal, dezent
    DU bist das Gespräch des Tages
    Spiel es, sing es, sei es, sag es

    One Hit Wonder, Evergreen
    Swag Performance, never seen
    Nur so weiter, mehr davon
    Du bist in, on top und on

    Dein Wille eigen, straight und tough
    Ansporn eisern, Pensum straff
    Die Ausdauer ganz ordentlich
    Da bist du baff, gelegentlich

Schadstoffarm und leistungsstark
Kommst belebend aus dem Quark
Kommst zurecht, bist involviert
Bringst dich ein, bist integriert
Sprachgewandt und pflegeleicht
Die Nymphe dir das Wasser reicht
Fristgerecht, elektrisiert
Ein Diadem dein Haupte ziert

Die Chartsplatzierung ist ein Fest
Weil man dich einfach machen lässt
Du hast den richt’gen Ton getroffen
Sogar das Echo ist von dir besoffen

Als Pionier vorausgeschaut
Hast Start-up-Business aufgebaut
Dein-Wetter-Taft hält wie ‘ne Eins
Das Höchstgebot macht Drei, Zwei, Deins

Level, End, Speed, Life sind high
Du stichst heraus aus Einheitsbrei
Gibst Takt, bist ganz in deinem Element
Du bist, was auf den Nägeln brennt

Die Anerkennung, Anekdote
Die Klimax, Pointe und die Zote
Die Moral von der Geschicht’, der Clou
Alles, was ich will, bist du
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  • Mal eben durchatmen
  • KW 3: Ode an Dich   (5/6)

    Pfundig, boah, olé olé
    Cheers und skål, à ta santé
    Auf dein Wohl, dein Vitamin
    Von ABC bis Zeppelin

    Terra X und Neverland
    Tektonisch Platten, Super-Band
    Mariannengraben, Everest
    Wo du auch bist, da ist ein Fest

    Beatbox in der Rappelkiste
    Buddy auf der Gästeliste
    Hypnotisch Flow, bidubidu
    Probier’s mal mit Balu, Balu

Machst gut Figur, bist richtig schnieke
Bist durch und durch und von der Pike
Bist Chipendale, bist Penicillin
Bist antibiotisch mit Strychnin
Transmitter wirkt, Transponder funzt,
Bist transformiert, dein Glücksschwein grunzt
Bist transzendent und blitzgescheit
Du löst dich auf und machst dich breit

D’accor, konform und einheitlich
Rasant, enorm, befreites Ich
Commitment spricht aus deiner Seele
Correctness steht auf deiner Stele

Weiche Schale, steter Kern
Beliebigkeit, die liegt dir fern
Durchdachter Brauch, ein Wert an sich
Erlaucht, amön und förderlich

Zeig’ dein Antlitz, sei kein Igel
Suche Irrwitz, breche Riegel
Ersetz’ dein Bündel durch Ventil
Präge Ära, werde Stil

Harte Nuss und Fruchtdragee
Beknackte Sorgen sind passé
Ganz gleich, was kommt, was wird, was sei
Sei leicht wie Luft und schwer wie Blei
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  • Mal eben durchatmen
  • KW 2: Ode an Dich   (4/6)

    Nach dem aus textlicher Sicht einfallslosen Einstieg ins neue Jahr in der vergangenen Woche, versuche ich es diesmal mit der „guten alten Ode“ (vgl. KW 37/17).

    Im Herbst 2018 hatte ich sechs Portionen guter Wünsche in Aussicht gestellt, von denen noch drei Runden ausstehen (vgl. KW 41/18).

    Der Zeitpunkt könnte günstiger nicht sein. Ich empfehle mich also mit meinen besten Wünschen für 2019.

Dein Mindmap, das ist sagenhaft
Gibt Orientierung, Rechenschaft
Dein Alibi ist wasserdicht
Farbecht Firnis, Schicht für Schicht
Dein Kommentar bemerkenswert
Ist mustergültig, unbeschwert
Erfrischend’ Beitrag, echt brillant
Auf den Punkt und amüsant

Deine Taten sprechen Bände
Pianoforte, ganz behände
Lorem ipsum, leicht’ Etüde
Promotion und Plattitüde

Mit bon Bravour und Prädikat
Ganz ausgezeichnet, in der Tat
Beeindruckend, so impressiv
So ex- und doch so inklusiv

Bist Zaunpfahlwinker wie im Buche
In feinem Zwirn, in edlem Tuche
Bist hilfsbereit bis auf die Knochen
Fünf Sterne gibt’s fürs Suppe-Kochen

Bist Seraphim auf Untertassen
Mit allen Wassern, nicht zu fassen
Dein Oberstübchen, handgeschöpft
Medusas Haupt lässt’ ungeköpft
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  • 19 ist das neue 18
  • KW 1: heutmorgestern

    zwanzigachtzehn
    ALTALTALTALTALT
    ALTALTALTALTALT
    ALTALTALTALTALT
    ALTALTALTALTALT
    ALTALTALTALTALT
    ALTALTALTALTALT
    ALTALTALTALTALT
    ALTALTALTSTRGENTF

    zwanzigneunzehn
    NEUNEUNEUNEUNEU
    NEUNEUNEUNEUNEU
    NEUNEUNEUNEUNEU
    NEUNEUNEUNEUNEU
    NEUNEUNEUNEUNEU
    NEUNEUNEUNEUNEU
    NEUNEUNEUNEUNEU
    NEUNEUNEUNEUSTRGN

    zwanzigzwanzig
    BALDBALDBALDBALDBALD
    BALDBALDBALDBALDBALD
    BALDBALDBALDBALDBALD
    BALDBALDBALDBALDBALD
    BALDBALDBALDBALDBALD
    BALDBALDBALDBALDBALD
    BALDBALDBALDBALDBALD
    BALDBALDBALDBALDBALDSTRGF

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    Bei dem „Wochenfoto“ handelt es sich um die Transformation eines Flyer-Entwurfs in Form einer Animation. Den Entwurf hatte ich für die MIKADO-Ausstellung Transform im Kurfürstlichen Gärtnerhaus (Bonn) im April 2018 erstellt.

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